Die Indexentwickler


Das Institut für Kapitalmarktanalyse erstellt u.a. die
bekannten Indizes Welt-Index und Welt-Handelsindex


Der „Welt-Systemstressindex“



Der „Welt-Systemstressindex“ ist der dritte Index unseres Hauses, der von uns und einem Medienpartner monatlich veröffentlicht wird. Ausschlaggebend für die Entwicklung eines weiteren Index war die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 und die daraus resultierenden Verwerfungen im Finanzsystem. Aus heutiger Sicht ist es umso wichtiger einen Indikator zu haben, der die Stresssituation an den Finanzmärkten widerspiegelt und klare Aussagen treffen kann.

Kurzbeschreibung:



Finanz-, Banken-, Liquiditäts-, Vertrauens-, Währungs- und realwirtschaftliche Krisen sind eng mit dem Konzept des systemischen Risikos verbunden (Korrelationen > 0,83). Das bedeutet, dass Krisen als eine Situation verstanden werden müssen, in der Schocks auf einen Teil des Systems zu Schocks in anderen Teilen führen und damit Instabilität letztendlich in der Realwirtschaft erzeugen. Die jüngste Phase seit Ausbruch der Krise im Jahr 2007 gilt als Paradebeispiel für die funktionale Abhängigkeit unseres globalen Geflechts und determiniert die Wichtigkeit von Stabilität innerhalb eines Systems.

Die Stabilität unseres allgemeingültigen Systems konnte nur durch ungewöhnlich umfangreiche Interventionen der wichtigsten Notenbanken gesichert werden, denn der langfristige Strukturwandel der eigentlich nach den ökonomischen Gesetzmäßigkeiten hätte einsetzen müssen, wurde durch politische Institutionen, wie z. B. die Notenbanken und Regierungen korrigiert. Anhand dieser Verhaltensweisen der Notenbanken ist eindeutig festzuhalten, dass die finanzielle Stabilität bezogen auf die strategischen Ziele der Geldpolitik deutlich an Priorität hinzugewonnen hat. Fakt ist, dass Kausalwirkungen ohne strukturelle Konsequenzen nicht möglich sind und somit neue Stressbelastungen für das Finanzsystem und damit für unser Gesellschaftssystem auf uns alle zu kommen werden.

Der Welt-Systemstressindex überbrückt die Tatsache, dass systemischer Stress nicht durch eine Variable zu analysieren ist, sondern kondensiert die Komplexität durch ein Universum an dominanten Einflussarten. Er stellt damit exakt den operationellen Rahmen, um die multidimensionalen Zusammenhänge durch zu deklinieren und entsprechend zu analysieren bzw. zum Ausdruck zu bringen. 

Mit dem neuen „Welt-Systemstressindex“ wird nun eine Funktionsweise am Markt etabliert, welche eine sehr hohe Prognosequalität im Stressverhalten in allen besagten Dimensionen (Politik, Geldpolitik, Gesellschaft, Realwirtschaft & Finanzmarkt) und deren wechselseitige Abhängigkeit zueinander abbildet. Dies ermöglicht eine detailgenaue Bestimmung der Geschehnisse und eine Ableitung/Vorhersage auf die kommenden Zeitperioden.

Stresslevel des Welt-Systemstressindex


Kurzerläuterung: Bis zu 6 500 Variablen werden für die weltweite Bewertung berücksichtigt. Der Index bietet ein Gesamtbild über die Verfassung und Anfälligkeit der Weltkonjunktur, der Weltfinanzmärkte sowie deren wechselseitige Abhängigkeit. Indexstände oberhalb eines Niveaus von 20 Punkten (maximaler Stress 100 Punkte) bedeuten ein Stressniveau, welches bereits hohe Belastungen für die Realwirtschaft und die Finanzmärkte suggeriert. Bewegt sich die Stresskurve dagegen unterhalb einem Indexstand von -20 Punkten (minimaler Stress -100 Punkte), bedeutet dies, dass eine Entspannung erfolgt, in der ein Umfeld für positive Entwicklungen und Normalverteilung vorherrscht. Die Niveaus zwischen +20 und -20 quantifizieren das neutrale Umfeld. In diesem Bereich ist Wachsamkeit gefordert, da hier, je nach Richtung (zunehmender oder abnehmender Stress), dynamische Anpassungen in der Weltkonjunktur und an den Finanzmärkten bereits auftreten können.
Welt-Systemstressindex
© Institut für Kapitalmarktanalyse Dr. Markus C. Zschaber mbH